Das Beste

Torf dient als Wasser- und Nährstoffspeicher. Die Art des Torfes sowie das Abbauverfahren spielen eine große Rolle.
Auch unterliegt Torf einem ständigen Zersetzungsprozess, der bei Schwarztorf schon weiter fortgeschritten ist, als bei dem jüngeren Weißtorf. Es gibt verschiedene Abbauverfahren, die sich in der Qualität des Endproduktes widerspiegeln. Das eine Verfahren ist das Abfräsen der Torfschichten, wodurch die Torffasern teilweise zerstört werden und die Struktur verfeinert wird, was nicht erwünscht ist. Ein weiteres Abbauverfahren ist das Stechen des Torfes, um den sogenannten gestochenen Sodentorf mit seiner groben Struktur zu erhalten. Da der gestochene Sodentorf im Abbau teurer ist, wird sich diese Kostensteigerung letztendlich im Verkaufspreis des Produktes widerspiegeln. Ein zusätzlicher wichtiger Punkt für eine gute Pflanz- und Blumenerde ist, dass der noch nicht geerntete Torf schon einmal gefroren war.
Dieser Frost wird benötigt, damit sich die einzelnen Torffasern an ihren Enden aufspleißen. Durch den Spliss der Torffasern wird eine Wiederbefeuchtung einer ausge￾trockneten Blumenerde erheblich erleichtert und es wird verhindert, dass eine völlig ausgetrocknete Blumenerde im Balkonkasten nach dem Gießen kein Wasser mehr aufnimmt.
Je nach Alter des Torfes lässt sich Hochmoortorf in Weißtorf und Schwarztorf unterteilen.

Weißtorf (gefräst)

Beim Frästorfverfahren werden wenige Zentimeter der vorher planierten und entwässerten Torffelder aufgefräst, und die gelockerte Schicht mehrmals gewendet. Der so getrocknete, lose Torf wird auf eine Kleinmiete zusammen gezogen oder geschoben, um anschließend mit dem Sammler auf einer Großmiete im Feld vorrätig zu lagern. Von seiner Struktur her ist der Weißtorf meistens gröber als der Schwarztorf. In Weißtorf ist bei Wasser sättigung noch genügend Luft für die Pflanzen verfügbar. Auch ist Weißtorf wesentlich leichter als Schwarztorf

Weißtorf (aus Soden)

Frästorf ist in der Gewinnung billiger als Sodentorf, besitzt aber in der Regel einen höheren Anteil feiner Körnung. Unter Sodentorf versteht man die maschinelle Gewinnung von Torfblöcken. Die Torfsoden oder Blöcke müssen mindestens ein Jahr auf dem Feld trocknen, damit der Wassergehalt von ca. 90% auf etwa 40 – 60% zurückgeht. Im Torfwerk werden die Torfsoden in unterschiedliche Fraktionen zerkleinert. Sodentorf ist wesenlich strukturstabiler und hält besser Luft als Frästorf.